Die Chirotherapie neuzeitlicher Prägung, welche als Grundlage die manuelle Untersuchung und die Therapie am Patienten durch schonende weiche Techniken aufweist, ist fester Bestandteil der Behandlung funktioneller Störungen am Stütz- und Bewegungssystem im Einklang mit Osteopathie, Akupunktur, Neuraltherapie und Skenartherapie.
Die Chirotherapie ist eine Reflextherapie: mit definierten schonenden Griffeinstelugen werden Gelenke und Gelenkstrukturen unter Spannung gesetzt, um über Ausnutzung von kompetitiven Hemmungsmechanismen die Eigenempfindung (Propriozeption) und Schmerzwahrnehmung (Nozizeption) zu beeinflussen. Es gilt hierbei ausschließlich, einen bei korrekter Grifftechnik komplikationslosen Spannungsreiz auszulösen, um eine Reflexumkehr der Schmerzwahrnehmung zu bewirken.

Die Grifftechniken der modernen Chirotherapie verschmelzen mit Techniken der kraniosakralen, myofaszialen und parietalen Osteopathie, so dass eine Trennung der angewandten Techniken wissenschaftlich nicht mehr begründbar ist.
Die Bayerische Landesärztekammer hat dieser Entwicklung in Einvernehmen mit dem Fachberatergremium der Bundesärztekammer in vollem Umfang entsprochen und im Rahmen der neuen Weiterbildungsordnung vom 24.04.2004 § 4 Absatz 8 die Einführung der Zusatzbezeichnung Manuelle Medizin eingeführt.

Dr. Bernhard Müllauer führt diese offizielle Zusatzbezeichnung seit 2009.